22
Dez

Die Funzel und der Weick

npd 1.5

NPD 2.5

Lustige Geschichten aus dem Rathaus

oder

Warum der fleißige NPD-Mann M. Weick den Amtsschimmel reiten muss!

Man muss es ohne Umschweife zugeben, dass der hiesige NPD-Mann im Wormser Stadtrat kein leichtes Leben hat. Als NPDler und somit Neo-Nazi im heutigen Worms zu wohnen ist kein Zuckerschlecken, liebe Leute. Besonders dann nicht, wenn man als Neo-Nazi quasi alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann. Betrachten wir uns nun mal die Person des M. Weick etwas genauer:


Er sieht nun wahrlich nicht wie der typische Arier aus. Nicht unbedingt groß, keine blauen Augen und blonde Haare schon gar nicht. Rank und schlank, wie es der Führer gerne hätte, ist er nun auch nicht und flink wie ein Windhund...wir wagen es ein wenig zu bezweifeln. Auf den ersten Blick könnte man ihn schon eher für einen der Menschen halten, die er so sehr hasst, nämlich für eine Person mit Migrationshintergrund.

Erschwerend kommt nun auch noch hinzu, dass diese Galionsfigur der Wormser NPD ausgerechnet in der Karl Marx Siedlung wohnen muss.

Ja, richtig gelesen...KARL MARX! Kommunistischer geht es kaum noch und dann wohnt er da auch noch in der Stauffenbergstraße. Stauffenberg?! Der Hitler-Attentäter? Bingo!

Man merkt es direkt beim lesen dieser Zeilen, er muss bei all diesen Verfehlungen auch einen sehr schweren Stand in der eigenen Partei haben.

Nun hat eben jener Weick am Anfang dieses Jahres Unterschriften für seine Kandidatur im Stadtrat versucht zu sammeln – leider erfolgreich! Das hat er auch vor der Funzel versucht und wurde dort mehrfach von der Polizei des Platzes verwiesen. Da kamen dann natürlich Rachegedanken auf. Er durfte nicht bei uns rein und durfte auch nicht vor der Tür herumlungern. Daher behauptete er einfach im Internet, dass wir alle Linksfaschisten seien und obendrein noch pädophil. Außerdem konsumieren alle Gäste in der Funzel, laut seiner Ansicht, Drogen und kleine Kinder bekommen harten Alkohol ausgeschenkt. Mit einer Einstweiligen Verfügung haben wir damals dieses Spielchen unterbunden.

Jetzt möchte M. Weick das Pferd noch mal von hinten aufzäumen – eben den Amtsschimmel zu Tode reiten - und hat eben jene Anfrage, die ihr da oben lesen konntet, im Stadtrat gestellt. Wer daher auf die vorhin erwähnten Rachegedanken kommt, mag daher nicht falsch liegen.

Zu allen Punkten möchten wir uns gar nicht äußern, aber zu einigen schon.

Der Punkt der Ruhestörung:

Da ist die NPD einmal ehrlich gewesen – Hut ab! Es ist ein einzelner Mann (Genau! EINER!) aus dem Nachbarhaus, welcher sich beschwert. Vermutlich die selbe Einzelperson, die damals auch im Beisein der Polizei verkündete, dass die NPD vor seiner Tür weiter Unterschriften sammeln dürfte. Ein Schelm, welcher hier eine Verschwörung der NPD vermutet.

Der Punkt der Ausweiskontrolle:

Ja, wir kontrollieren Ausweise! Da gibt es auch Zeugen, welche das gerne bestätigen. Die damalige Aussage des Herrn Weick er hätte durch die GLASTÜRE gesehen, wie wir nicht kontrollieren und harten Alkohol an Jugendlich ausschenken, beantworten wir wie folgt: Wir haben eine HOLZTÜR mit einer kleinen GLASSCHEIBE drin. HOLZ, wie Brett vor dem Kopf!

Der Punkt ob die Funzelbetreiber/Mitarbeiter bereits einmal straffällig geworden sind:

Nun ja, wir haben alle schon mal mit Absicht unsere Hausaufgaben für die Schule nicht gemacht und dann behauptet, wir hätten sie vergessen. Was mich jetzt persönlich betrifft, so habe ich in den späten Achtzigern von einem Minigolfplatz unrechtmäßig einen Golfball entwendet und damit später die Fensterscheibe meines Nachbarn aus versehen eingeworfen. Es tut mir sehr leid.

Der Punkt der Linksextremen Terrorzelle “Funzel“:

Wir sind also Treffpunkt von harten linksextremen Vereinigungen, zu der sogar unser OB Kissel gehören soll? Echt jetzt?! Okay, wir geben es zu: Hier bei uns treffen sich die knallharten Männer und Frauen von Amnesty International, die Grünen und einige andere kleine Gruppen von Friedensaktivisten. Alles knallharte Partisanenkämpfer, die im Funzel-Camp gedrillt wurden und mit Alkohol kontrolliert werden. Diese Männer und Frauen kennen keine Gnade, wenn es darum geht nach Ausschankschluß noch ein Getränk zu bekommen – sehr gefährlich!

Aber wie gesagt, der gute Herr Weick muss jetzt um sich treten und den Amtsschimmel schinden,wo es nur geht, denn als NPDler mit den oben erwähnten Verfehlungen muss er Leistung und Erfolge bringen. Das er sich damit zum unbeliebtesten Menschen der Stadt macht und fast überall Hausverbot hat (Jim Walker Jr. von den Döftels erwähnte es bereits) scheint ihn momentan nicht zu stören.

An dieser Stelle noch ein nett gemeinter Rat: Herr Weick, denken Sie über die Feiertage mal nach und kriegen Sie ihr Leben wieder in den Griff. Ihre Freundin ist schwanger und Sie vermutlich nicht ewig im Stadtrat für die NPD. Machen Sie was Gescheites aus ihrem Leben! Tun Sie es für das Kind, ihre Freundin und für sich selbst. Noch haben Sie die Chance.

Die Funzel